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Beratung

Individuelle Beratung und Planung

Sie zeigen mir Ihren Garten und wir beraten gemeinsam, wie Sie Ihre Wünsche in die Tat umsetzen können. Auf Wunsch zeichne ich Pläne und erstelle Fotomontagen oder 3D- Bilder.

Umgestaltung und Gartenpflege

Ich übernehme Pflanzung und Lieferung der Pflanzen sowie Gartenpflegearbeiten.

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Pflegetipps

Kraft für die kalte Jahreszeit

Im Herbst ziehen sich die meisten Pflanzen unserer Klimazone in irgendeiner Art zurück. Zwiebel- und Knollengewächse, aber auch Bäume und Sträucher ziehen alle noch verwertbaren Stoffe aus ihren Blättern in die Wurzeln oder Stämme zurück. Die grünen Teile verwelken und fallen zu Boden als schützende Decke. Auch in ihnen sind noch Nährstoffe vorhanden, die nach ihrer Zersetzung wieder dem Boden und damit den Pflanzen zur Verfügung stehen. So hat im Kreislauf der Natur jedes Ding seine Aufgabe, nichts wird verschwendet.
Immergrüne Pflanzen sind bei starkem Frost am meisten gefährdet. Wenn tagsüber die Sonne scheint, erwachen die grünen Teile zum Leben. Sie gehen ihren üblichen Aufgaben nach, treiben Photosynthese und verdunsten Wasser. Die Wurzel steht jedoch im tiefgefrorenen Boden, aus dem sie kein Wasser ziehen kann. Dieses Phänomen nennt der Gärtner Frosttrocknis, und es ist der Hauptgrund, dass Pflanzen im Winter erfrieren.
Indem man den Pflanzen auch im Winter, zumindest an frostfreien Tagen, eine ausreichende Wassergrundversorgung zukommen lässt, hilft man ihnen über die kalten Zeiten.
Außerdem ist eine Herbstdüngung sinnvoll, die besonders viel Kalium enthält, das für die Wasserversorgung und Pflanzengesundheit wichtig ist. Spezielle Herbstdünger enthalten daneben auch lebenswichtige Spurennährstoffe.

Wann werden die Sträucher und Bäume geschnitten?

Diese Frage stellen Gartenbesitzer immer wieder, und die Meinungen gehen weit auseinander. Dabei ist es ganz einfach. Es gibt einen gärtnerischen und einen gesetzlichen Standpunkt. Der gärtnerische Standpunkt ist für die Pflanzen und ihre Gesundheit wichtig, aber es gibt auch gesetzliche Vorschriften, die der Gartenbesitzer kennen sollte. Hier werden auch Umwelt- und Vogelschutz berücksichtigt.
Der Winterschnitt, also ein kräftiger Rückschnitt sollte dem Gesetz nach in der Zeit von 1. September bis Ende Februar erfolgen. Zum Rückschnitt und Fällen von Bäumen gibt es die Baumsatzungen, die man in der Regel auf der Homepage der jeweiligen Gemeinde findet.
Aus gärtnerischer Sicht kommt es auf das Gehölz an.
Frühblüher blühen an dem Holz, das im letzten Jahr gewachsen ist. Man schneidet sie nach der Blüte, da man ja sonst die frischen Knospen mit abschneidet.
Bei den Gehölzen, die von Sommer bis Herbst blühen, wachsen zuerst die Blätter und Triebe, die dann die Blüten hervorbringen. Sie werden in der Vegetationspause zwischen Herbst und Frühjahr geschnitten (der sogenannte Winterschnitt). Zu der Zeit kann man die Gehölze auch sehr stark zurücknehmen oder sogar „auf den Stock setzen“, d.h. etwa 50 cm über dem Boden abschneiden.
Dabei ist es schwierig, bei starkem Frost ordentlich zu schneiden, da die Zweige dann sehr brüchig sind und leicht an der falschen Stelle abbrechen.
Im Frühling, sobald es wärmer wird, beendet der Beginn der Wachstumsperiode die Schnittsaison. Sobald der Saftdruck in die Zweige steigt und sich die ersten Knospen öffnen, bluten die Schnittstellen bei Verletzungen sehr stark. Ab Ende Juni nimmt dieser Druck wieder ab, und der Sommerschnitt kann durchgeführt werden. Jetzt geht es in erster Linie um die Kosmetik. Hecken werden gestutzt, störende Zweige beseitigt und Einfahrten frei geschnitten.
Im August schließlich ist der richtige Zeitpunkt, um überschüssige Wassertriebe aus den Obstbäumen zu schneiden.
Für spezielle Gehölze und Halbgehölze wie Hortensien, Rosen, Lavendel, bestimmte Obstgehölze uvm. gelten besondere Regeln.

Wann schneide ich die Stauden zurück?

Wir kennen es noch von unseren Eltern und Großeltern: im Herbst schnitt Oma alle Stauden ab, rasierte den Garten kahl, damit es im Winter ordentlich aussah. Im Frühjahr kam dann noch der Spaten zum Einsatz, und Opa musste die Beete umgraben. Es war eine mühselige Arbeit, aber sie musste ja getan werden.

Heute haben die Gartenexperten neue Erkenntnisse gewonnen, nach denen viele dieser Bemühungen sich als eher kontraproduktiv herausgestellt haben.

Das Umgraben kehrt im Boden das Oberste nach unten. Die Mikroorganismen aus den oberen Schichten, die zum Leben Sauerstoff benötigen, bekommen unten keine Luft mehr und ersticken. Die natürliche Krümelstruktur, die dem Gartenboden seine Lockerheit gibt, wird zerstört.

Wenn im Winter die Erde nackt ist, sieht es zwar ordentlicher aus, aber der Boden liegt auch ungeschützt und der Frost kann viel tiefer eindringen. Wenn ich die Stauden bis zum Frühjahr stehen lasse, schützen sie den Boden und die Wurzeln der Pflanzen vor strengem Frost. Es ist zwar Geschmackssache, aber es liegt schon ein besonderer Reiz in natürlichen winterlichen Gartenskulpturen aus vereisten Fruchtständen und ausgeblühten Stauden mit Schneemützchen.

Zudem ziehen Würmer die Pflanzenreste in die Erde und geben der Erde die Nährstoffe zurück.

Im Frühjahr ist es dann kein großer Aufwand, die Reste zu entfernen und den Boden leicht zu harken. Ein gesunder Gartenboden wird es Ihnen danken, und es ist natürlich wesentlich weniger Arbeit.